Gehalt einer Zahnmedizinischen Fachangestellten steigern


Auch bei Zahnmedizinischen Fachangestellten kommt immer wieder die Frage auf; was für ein Gehalt kann ich verlagen. Wie viel Geld bin ich Wert?

Die Frage lässt sich so einfach nicht beantworten, denn es gibt viele Kriterien die zu einer Gehaltserhöhung führen, oder einige Gründe, welche dagegen sprechen.

Gehalt einer ZFA: Die Voraussetzungen

Für das Gehalt gibt es immer ein paar Dinge, welche beachtet werden müssen:

Standort der Praxis

In einem kleinen Dorf hat man in der Regel nicht die Chance ein hohes Gehalt zu erzielen, wie in einer Praxis in Top Lage einer Großstadt. In der Großstadt ist die Chance viel höher mehr Patienten zu haben, als in einem kleinen Dorf. Der Zahnarzt kann in der Regel in einem Dorf nicht so viel Geld verdienen wie ein Zahnarzt in der Großstadt. Dieser Umstand beeinflusst natürlich auch das Gehalt.

Arbeitszeit

Das Gehalt sollte immer auf die Anzahl der Arbeitsstunden und den Urlaub umgebrochen werden. Gerade in kleineren Zahnarztpraxen, mit einem Behandler, kommt es oftmals vor, dass man zwei halbe Tage pro Woche frei hat. Des Weiteren ist es auch so, dass viele Praxisinhaber die Praxis für mehr als sechs Wochen im Jahr schließen und das Praxispersonal in dieser Zeit auch Urlaub bekommt. Das sind manchmal 8 Wochen pro Jahr.

Auch diese Zeit muss in die Kalkulation miteinfließen und bei der tatsächlichen Gehaltsberechnung ist dieser Wert zu bereinigen.

Häufig ist es so, dass das Gehalt einer Zahnmedizinischen Fachangestellten schon recht anständig ausfällt.

Weiterbildungen einer Zahnmedizinischen Fachangestellten

Die Zahnmedizinische Fachangestellte Weiterbildung ist ein sehr wichtiger Baustein für die Gehaltsforderung. Umso mehr Wissen das Praxispersonal hat, desto mehr Leistung kann die Mitarbeiterin bringen. Die Mitarbeiter ist für die Praxis viel nützlicher und kann daher ein höheres Gehalt verlangen. Dazu reicht allerdings nicht nur ein besuchtes Seminar, sondern hier sollten mehrere Fortbildungen besucht werden.

Viel wichtiger: Die Leistung

Am allerwichtigsten für die Zahnarztpraxis ist die gebrachte Leistung. Es reicht nicht nur aus, dass die Zahnmedizinische Fachangestellte Fortbildungen und Seminare besucht, sie muss das gelernte Wissen auch gewinnbringend in der Praxis einsetzten. Zuverlässigkeit, Pünklichkeit, Engagement und das Streben nach Fortschritt und Wachstum ist viel wichtiger für die Praxis. Eine Mitarbeiterin, welche zwar Seminare besucht, allerdings das Wissen in der Praxis nicht umsetzt und nichts im Arbeitsalltag verbessert, bringt der Praxis und den Patienten keinen zusätzlichen Mehrwert. Hier ist eine Gehaltserhöhung für die zahnmedizinische Fachangestellte nicht gerechtfertigt. Die Leistung zählt und nichts anderes.

Erst die Leistung, dann die Bezahlung

Oftmals möchte das Praxispersonal eine Gehaltserhöhung haben, bevor sie bessere Leistung bringen wollen. Ganz nach dem Motto „Ich mache erst mehr, wenn mein Chef mir eine Gehaltserhöhung zahlt.“

Allerdings muss man auch die Gehaltserhöhung einer zahnmedizinischen Fachangestellten aus Sicht der Zahnärzte betrachten. „Warum soll ich meiner Mitarbeiterin ein höheres Gehalt bezahlen? Sie muss mir zuerst einmal beweisen, dass sie es Wert ist.“

Die Mitarbeiterin will zuerst mehr Gehalt, bevor sie mehr Leistet und die Praxisinhaber möchten zuerst eine höhere Leistung von ihrer Mitarbeiterin sehen, ob sie es Wert ist.

Zum Enttäuschen der Mitarbeiterin muss man allerdings sagen, dass sie über ihren Schatten springen muss und aus freien Stücken mehr Leistung bringen muss. Dabei reicht es nicht aus, dass die Leistung über einen Tag oder einer Woche ansteigt. Die Leistung muss dazu über einige Monate hinweg gesteigert werden. Erst dann kann das Gehalt einer zahnmedizinischen Fachangestellten neu verhandelt werden.

Warum ist das so? Der Grund ist ganz einfach. Wenn Beispielsweise der Zahnarzt dem Wunsch der Mitarbeiterin nachkommt und das Gehalt erhöht, damit die Mitarbeiterin eine höhere Leistung bringt, ist der Zahnarzt in einer Zwickmühle, wenn die Mitarbeiterin die Leistung nicht bringt. Der Zahnarzt wäre dann berechtigt das Gehalt wieder zu kürzen. Das würde der Mitarbeiterin jedoch nicht gefallen und sie würde unter Umständen noch weniger Leistung bringen. Das Betriebsklima wäre massiv gestört.

Aus diesem Grund muss zuerst eine Leistungssteigerung des Praxispersonals folgen und hinterher kommt die Gehalsterhöhung für die ZFA.

Was kann eine ZFA verdienen?

Kommen wir noch zu den Zahlen. Wie bereits gesagt, hängt dies von vielen Faktoren ab. Das Fundament liefern Weiterbildungen, in denen die Angestellte lernt, wie sie der Praxis und den Patienten nützlicher sein wird.

Gehalt zahnmedizinische FachangestellteFür eine ausgebildete ZFA in Vollzeit sind Buttogehälter von 1.500 € bis 2.000 € die Regel.

Hat man einige Fortbildungen wie zum Beispiel Hygienebeauftragte und Qualitätsmanagment, liegen die Gehälter bei Vollzeitkräften bei etwa 1.600 € bis 2.200 € üblich.

Ein weiterer Anstieg bringen Prophylaxe Fortbildungen. Durch gute Aus- & Weiterbildungen in der Prophylaxe kann man ein Gehalt bekommen von etwa 1.800 € bis 2.500 €.

Hat man eine Prophylaxe Ausbildung wie zum Beispiel die zahnmedizinische Prophylaxeasisstentin komplett abgeschlossen und zudem noch einige weitere wichtige Intensivseminare besucht, wie Beispielsweise Kommunikation, Marketing, Beratung und andere Prophylaxe-Weiterbildungen, kann das Gehalt je nach Engagement auf bis zu 3.000 € und mehr steigen.

Die Dentalhygienikerin kann je nach weiterer Qualifikation, Engagement, Arbeitszeit und Haupttätigkeitsgebiet von 2.300 € bis über 5.000 € verdienen.

Als zahnmedizinische Verwaltungsasisstentin, kann ein Gehalt von etwa 2.000 € bist 4.500 € verlangt werden.

Wie kommt die hohe Differenz zustande?

Die Gehaltsdifferenzen steigen je nach Qualifikation. Zustande kommen die differenzen, über die eigene persönliche Leistung, die Praxis, Verhandlungsgeschick, Aufgabengebiet und Verantwortungsbereich.

Eine Mitarbeiterin mit Führungseigenschaften und höherer Verantwortung wird mehr Verdienen als „nur“ eine ausgebildete Mitarbeiterin.

Fazit

Es gibt einige Faktoren die zu einer Gehaltserhöhung führen können. Dazu zählt die effektive Arbeitszeit, der Standord und die eigene Leistung eine große Rolle. Das Fundament dafür ist die Weiterbildung einer Zahnmedizinischen Fachangestellten. Nur mit hochkarätigem Wissen und guten Fortbildungen ist es der Mitarbeiterin möglich eine Verbessung für die Praxis herbeizuführen. Ist das Fundament gelegt und die Mitarberin bringt ihr Wissen gewinnbringend in die Praxis ein, muss sie sich erst einmal beweisen. Danach kann sie ein höheres Gehalt fordern und aushandeln.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

5 × drei =